Syrien: Mindestens 15 Zivilisten sterben bei Luftangriffen - DER SPIEGEL
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Krieg in Syrien Mindestens 15 Zivilisten sterben bei Luftangriff

In Syrien sollen bei einem Luftangriff in der Nähe der IS-Hochburg Rakka mindestens 15 Zivilisten getötet worden sein. Für den Angriff ist angeblich die US-geführte Koalition verantwortlich.
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Bei einem Luftangriff in Syrien sind Aktivisten zufolge mindestens 15 Zivilisten ums Leben gekommen. Durch das Bombardement auf ein Dorf am Stadtrand von Rakka seien am Samstag auch vier Kinder gestorben, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Mindestens 17 weitere Menschen seien bei der Attacke in Heneyda verletzt worden, mehrere von ihnen schwer.

Ein Augenzeuge berichtete der Nachrichtenagentur dpa, die Attacke habe ein Internetcafé in dem Ort getroffen. Auch er sprach von einer Reihe von Schwerverletzten, sodass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte.

Nach Einschätzung der Beobachtungsstelle war die von den USA geführte Koalition gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) für den Angriff verantwortlich. Rakka ist eine Hochburg des IS.

Foto: SPIEGEL ONLINE

Angaben von Aktivisten sind ebenso wie die Angaben der syrischen Regierung oder anderer Kriegsparteien von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen. Die Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle, die anhand von Flugzeugtyp, Flugdaten und Munition Rückschlüsse auf die Angreifer zieht und die ihren Sitz im englischen Coventry hat, haben sich aber in den meisten Fällen als zutreffend herausgestellt.

Die US-geführte internationale Militärallianz unterstützt eine im November gestartete Offensive der arabisch-kurdischen Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), die inzwischen nahe auf Rakka vorgerückt sind. 40 Kilometer weiter westlich dauerten die Kämpfe um die vom IS kontrollierte Stadt Tabka am Wochenende an.

fdi/dpa/AFP