Syrien Schusswechsel im Botschaftsviertel
Damaskus - Nach der Explosion hätten die Sicherheitskräfte die vier Männer gestellt. Diese hätten Handgranaten auf die Polizisten und Sicherheitskräfte geworfen, um sich geschossen und versucht, in einem Auto zu fliehen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Sana. Zwei der bewaffneten Männer seien getötet, die beiden anderen schwer verletzt worden. Zudem seien ein Polizist und eine Passantin bei den Zusammenstößen getötet worden. Insgesamt soll die Schießerei 70 Minuten gedauert haben.
Nach Angaben des Außenministeriums in London ereigneten sich drei bis fünf Explosionen nahe der Residenz des britischen Botschafters und der Botschaften Irans und Kanadas im Zentrum der Stadt. Britische Staatsbürger seien nicht verletzt worden, verlautete in London. Möglicherweise habe es sich bei den Explosionen um Autobomben gehandelt, berichteten die britische BBC und der arabische Sender al-Dschasira.
Bei den Ermittlungen nach dem Angriff hätten die Behörden außerhalb von Damaskus ein Waffenversteck ausgehoben, meldete Sana. Bei der Polizeiaktion in der Ortschaft Chan al-Scheih, 30 Kilometer südwestlich der Hauptstadt, seien Waffen und Sprengstoff beschlagnahmt worden.
Verantwortlich für den Zwischenfall sei die Atmosphäre von Chaos und Instabilität, die die Region derzeit erlebe, hieß es. Syrien werde sich weiterhin jeder terroristischen Aktion entgegenstellen, die darauf abziele, Stabilität und Sicherheit zu erschüttern und Anarchie zu verbreiten.
Eine Sprecherin des US-Außenministeriums teilte in Washington mit, die amerikanische Botschaft und die amerikanische Schule in Damaskus sollten am Mittwoch geschlossen bleiben. Ein Uno-Sprecher sagte in Damaskus, Uno-Einrichtungen wie die Büros des Entwicklungsfonds und Kinderhilfswerks blieben heute geschlossen.
Zuletzt hatte es im März im Norden Syriens gewaltsame Zusammenstöße zwischen Kurden und Arabern gegeben, bei denen mindestens 14 Menschen getötet wurden.