Syrien: Anschläge in Damaskus
Krieg in Syrien Viele Tote bei Anschlägen in Damaskus
Damaskus - Ein blutiger Morgen in Damaskus: Bei einem Doppelanschlag in einem überwiegend von Christen bewohnten Viertel der Hauptstadt von Syrien kamen nach Angaben der oppositionellen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 20 Menschen ums Leben. Später war im staatlichen Fernsehen sogar von 34 Opfern die Rede. In dem Viertel Dscharamana explodierten demnach zwei Autobomben. Die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete von "zwei Terroranschlägen".
Augenzeugen berichteten sogar von vier Sprengsätzen, die kurz hintereinander detoniert seien. Die Bewohner des Viertels hatten zu Beginn des syrischen Bürgerkriegs versucht, sich aus der bewaffneten Auseinandersetzung herauszuhalten. Die Lage in dem Stadtteil spitzte sich jedoch in den vergangenen Monaten zu, nachdem dort mehrfach Bomben explodiert waren.
Mit überwältigender Mehrheit billigte derweil das Menschenrechtskomitee der Uno-Generalversammlung eine Resolution gegen Syrien. In der Entschließung werden die syrischen Behörden und die regierungsnahen Milizen wegen "schwerer Verstöße gegen die Menschenrechte und die Grundfreiheiten" scharf verurteilt und zur sofortigen Freilassung aller Häftlinge aufgerufen. Außerdem fordert die Resolution eine umgehende unabhängige, internationale Untersuchung der Gewalt.
Das Komitee stimmte der Vorlage mit 130 zu zwölf Stimmen zu, es gab 35 Enthaltungen. Die Nein-Stimmen kamen unter anderem von Russland, China und Iran. Es gilt als nahezu sicher, dass die Resolution bei einer Abstimmung im Dezember von den Vereinten Nationen angenommen wird.