Tel Aviv Bombe explodierte unter Öltanklaster
Tel Aviv - Die israelische Polizei vermutete, dass militante Palästinenser die Bombe unter dem Tankwagen angebracht hätten. "Wir nehmen an, dass es sich um einen Terroranschlag handelt, aber wir untersuchen auch andere Möglichkeiten", sagte ein Sprecher. Bei dem Anschlag in der Nähe der Stadt Herslija wurde niemand verletzt. Durch die Explosion der Bombe brach ein Feuer aus. Arbeiter hätten die Flammen jedoch löschen können, bevor sie auf das Öldepot Pi-Glilot übergegriffen hätten. "Eine Katastrophe ist abgewendet worden", sagte der stellvertretende Polizeichef in der Region Tel Aviv.
Israelische Hörfunksender berichteten unter Berufung auf Polizeikreise, die Bombe sei angebracht worden, bevor der Tanker auf das Depotgelände gefahren sei. Der Sprengsatz sei per Fernsteuerung gezündet worden. Das Depot ist das größte in Israel und liegt einige Kilometer nördlich der Hafenstadt Tel Aviv in der Nähe dreier Hauptverkehrsstraßen. Es ist umgeben von Wohngebieten. Eine Verlegung in eine weniger dicht besiedelte Gegend ist bislang am Widerstand örtlicher Politiker gescheitert.
Erst am Mittwochabend hatte sich ein vermutlich palästinensischer Selbstmordattentäter nahe der israelischen Stadt Rischon le Zion in die Luft gesprengt und zwei Menschen mit in den Tod gerissen. In dem seit September 2000 anhaltenden Aufstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung wurden mindestens 1367 Palästinenser und 479 Israelis getötet.