Terror in Pakistan Ranghohe Politikerin in Karachi erschossen
Karachi - Auch eine Woche nach der von Bombenterror überschatteten Parlamentswahl in Pakistan kommt das Land nicht zur Ruhe. Am Samstag ist Polizeiangaben zufolge in der Stadt Karachi eine ranghohe Politikerin getötet worden.
Sahra Schaid Hussain war Vizepräsidentin der Pakistan Tehreek-e-Insaf (PTI), der Partei des früheren Cricket-Stars Imran Khan. Die Politikerin wurde vor ihrem Haus in Karachi erschossen. Wie die britische Tageszeitung "The Guardian" berichtet, hatten ihr zwei Angreifer auf einem Motorrad aufgelauert. Bislang hat niemand die Verantwortung für den Mord übernommen, der Grund für das Attentat bleibt unklar.
Informationen des britischen Senders BBC zufolge hat Imran Khan die regierungstreue Partei Vereinigte Volksbewegung (MQM) für den Mord verantwortlich gemacht. Die Partei hat die Anschuldigung zurückgewiesen. Laut der Nachrichtenagentur AP hat ein Sprecher von Khans Partei spekuliert, Schaid sei getötet worden, um die anteilige Wiederholung der Wahl in Karachi am Sonntag zu sabotieren. Der erneute Wahlgang war laut BBC angeordnet worden, nachdem die PTI die MQM beschuldigt hatte, die Wahl sabotiert und Wähler eingeschüchtert zu haben.
Bei der Wahl in Pakistan am vergangenen Samstag hatte es offenbar Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung gegeben. Die Wahlbeteiligung lag teils über 100 Prozent.