Terror Wieder eine Geisel im Irak ermordet
Bagdad - Der Ägypter war am Freitag im Irak entführt worden. Der 46-Jährige war von Unbekannten vor seinem Haus in Tikrit, 180 Kilometer nördlich von Bagdad, verschleppt worden. Seine Leiche weist mehrere Schussverletzungen auf. Sie sei nördlich von Tikrit entdeckt worden, teilte das US-irakische Koordinationszentrum heute mit. Der Ägypter hatte als Übersetzer für die Amerikaner gearbeitet.
Zu der Tat bekannte sich bisher niemand. Tikrit war die Hochburg von Ex-Präsident Saddam Hussein.
Bei Anschlägen wurden am Samstag im Irak mindestens vier US-Soldaten getötet. Zwei von ihnen wurden bei einem Angriff südwestlich von Bagdad erschossen, wie die Streitkräfte mitteilten. Zwei weitere wurden in Bagdad getötet. Damit stieg die Zahl der seit Kriegsbeginn im März 2003 ums Leben gekommenen US-Soldaten auf mindestens 2.140. Weitere Anschläge kosteten am Samstag mindestens drei irakischen Zivilpersonen das Leben.
Für vier westliche Geiseln in der Hand irakischer Entführer lief am Samstag die Frist ab. Das Innenministerium in Bagdad erklärte jedoch, es gebe keine neuen Informationen über die vier Mitarbeiter einer Hilfsorganisation. Die Geiselnehmer hatten gedroht, die Männer zu ermorden, wenn nicht bis Samstag sämtliche Häftlinge aus Gefängnissen der US-Streitkräfte und der Bagdader Regierung befreit würden.