Terrorbekämpfung Russland droht seinen Nachbarstaaten
Moskau - "Wir haben eindeutige Informationen über die genaue Lage von Terroristen-Basen im Ausland", sagte Balujewski gegenüber russischen Medien. "Wenn wir mit diesen Nachbarstaaten, in deren Gebiet diese Stützpunkte lokalisiert wurden, keine Vereinbarung über ein gemeinsames Vorgehen erhalten, dann, denke ich, werden wir die Erlaubnis erhalten, Maßnahmen zu ergreifen", sagte er der Nachrichtenagentur Itar-Tass. Der russische Generalstabschef hatte erst vor wenigen Tagen klargestellt, Moskau behalte sich Präventiv-Schläge gegen Rebellen-Stützpunkte weltweit vor.
Wo genau sich die Stützpunkte befinden, auf die er sich jetzt bezog, ließ Balujewski offen. Experten gehen davon aus, dass die Verantwortlichen in Russland neben Armenien, Aserbaidschan und den zentralasiatischen Staaten vor allem Georgien im Auge haben.
Das russische Verhältnis zu Georgien ist gespannt, besonders seitdem der georgische Präsident Michail Saakaschwili versucht, die Kontrolle über Regionen wiederzuerlangen, die die Vereinigung mit Russland anstreben. Eine dieser Regionen ist Süd-Ossetien, das die Vereinigung mit Nord-Ossetien möchte. Dort fand kürzlich das Geiseldrama in einer Schule statt, bei dem in der Stadt Beslan mehr als 300 Menschen getötet wurden, die Hälfte von ihnen Kinder.
"Die russischen Medien und einige offizielle Kreise haben schon begonnen, so zu tun, als gäbe es Verbindungen zwischen Süd-Ossetien und den Geschehnissen in Beslan. Doch die einzige Verbindung ist, dass Russland und Georgien einen gemeinsamen Feind haben - den Terrorismus", sagte Saakaschwili in einem Fernseh-Interview.