Terrorismus Das Phantom Sarkawi
Berlin - Trotz eines Kopfgelds von 25 Millionen Dollar konnte der al-Qaida-Statthalter im Irak bisher stets entkommen. Westliche Geheimdienste haben dem "Tagesspiegel" zufolge sein bisher erfolgreiches Fluchtkonzept enträtselt. Er beschafft sich Kosmetika aus der europäischen Filmindustrie.
Wie beim Schminken von Schauspielern sei es mit dem professionellen Material möglich, das Aussehen so stark zu verändern, dass die Terroristen kaum wiederzuerkennen sind, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise.
Die Tarnung mit einer "falschen Haut" sei vermutlich einer der Gründe dafür, dass Sarkawi sich trotz intensiver Fahndung mit Steckbriefen und verschiedenen Fotos weiterhin im Irak frei bewegen könne - "fast wie ein Phantom", zitiert das Blatt einen Sicherheitsexperten.
Der aus Jordanien stammende Sarkawi wird für zahlreiche Anschläge, Geiselnahmen und Enthauptungen verantwortlich gemacht. Erst am Montag - dem Jahrestag der Ergreifung des früheren irakischen Diktators Saddam Husseins - bekannte sich seine Gruppe zu einem Autobombenanschlag in Bagdad mit sieben Todesopfern.