Terrorismus Selbstmordattentäterin tötet mindestens 30 Menschen im Irak
Bagdad - Ein Anschlag im Irak hat mindestens 30 Menschen das Leben gekostet. Eine Selbstmordattentäterin zündete ihren Sprengsatz inmitten einer Prozession schiitischer Pilger, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Gläubigen seien auf dem Weg zu einer Zeremonie in Kerbela gewesen. Unter den Toten seien Frauen und Kinder.
Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf Polizeiangaben mehr als 80 Verletzte, AP und AFP sprechen von mindestens 25 Verletzten. Der Anschlag sei in Iskandarija rund 40 Kilometer südlich von Bagdad auf einem Weg schiitischer Pilger verübt worden.
Am Vortag wurden bei einem Bombenanschlag in der den Schiiten heiligen Stadt Kerbela zehn Menschen getötet. Wie die Polizei und Krankenhausärzte in der 118 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Stadt am Freitag berichteten, wurden weitere 56 Menschen verletzt, als der Sprengsatz am Donnerstagnachmittag unweit des Schreins des Imams Hussein detonierte. Viele von ihnen schwebten noch in Lebensgefahr.
Die Schiiten gedenken in diesen Tagen des Todes des von ihnen verehrten Hussein im Jahr 680. Die Feierlichkeiten zum "Arbaien" (der 40. Tag nach seinem Tod) erreichen am kommenden Montag ihren Höhepunkt.
Das Verteidigungsministerium in London gab derweil den Tod eines britischen Soldaten im Irak bekannt. Er sei am Donnerstag durch einen Schusswechsel auf dem Gelände des britischen Militärstützpunktes in der Stadt Basra ums Leben gekommen, hieß es. Zu Täter und Motiv machte das Ministerium keine Angaben.