Terrorprozess Drittes Todesurteil gegen Sarkawi
Amman - Das Todesurteil gegen Sarkawi und drei weitere Angeklagten wurde in Amman in Abwesenheit gefällt. Fünf Todeskandidaten waren anwesend. Sie riefen Parolen über die zunehmende Stärke der Terrororganisation al-Qaida von Osama Bin Laden.
Die Männer wurden für schuldig befunden, 2004 einen Giftanschlag auf den Geheimdienst und die US-Botschaft in der jordanischen Hauptstadt geplant zu haben, dem tausende Menschen hätten zum Opfer fallen können.
Als Drahtzieher wurde der Jordanier Asmi al-Dschajussi zum Tode verurteilt. Er habe die geografischen Daten für den Anschlag gesammelt, der von Ermittlern rechtzeitig aufgedeckt wurde. Sarkawi, der al-Qaida im Irak führt, hat nach Überzeugung des Gerichts rund 100.000 Euro für zwei Autos zur Verfügung gestellt, die mit Sprengstoff und Gift beladen von Selbstmordattentätern benutzt werden sollten.
Von den insgesamt 13 Angeklagten jordanischer, syrischer und palästinensischer Nationalität wurden zwei zu Haftstrafen von einem bis zu drei Jahren verurteilt. Zwei Angeklagte wurden freigesprochen.
Sarkawi ist in Jordanien bereits wegen der Ermordung des US-Diplomaten Lawrence Fowley 2002 und eines vereitelten Selbstmordanschlags an der jordanisch-irakischen Grenze 2004 zum Tode verurteilt worden.
als/ap