Terrorverdacht: Hamas-Mitglied verhaftet - DER SPIEGEL
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Terrorverdacht Hamas-Mitglied verhaftet

Ein Mitglied der radikalen Palästinenser-Organisation Hamas hat nach Angaben der israelischen Botschaft in Kanada gestanden, Anschläge in Nordamerika geplant zu haben. Die bolivianische Regierung hat derweil die Freilassung von neun Personen aus Bangladesch angekündigt, die am Vortag unter Terrorverdacht festgenommen wurden.
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Ottawa / La Paz - Der gebürtige Palästinenser und kanadische Staatsbürger Jamal Akkal (23) habe vor einem israelischen Gericht ausgesagt, dass er Mitglied einer neuen militärischen Hamas-Zelle in Nordamerika sei, die Anschläge gegen Israelis und jüdische Vertretungen in Nordamerika verüben sollte. Akkals Anwalt sagte im Radiosender CBC, sein Mandant sei für das Geständnis "psychologisch gefoltert" worden. Ein Sprecher des kanadischen Außenministeriums erklärte, er wisse nichts von einem Geständnis. Es sei "beunruhigend und rätselhaft", dass sich die israelische Botschaft zu dem Fall äußere, bevor der Fall abgeschlossen sei. Israelische Sicherheitskräfte hatten Akkal im vergangenen Monat unter dem Verdacht Hamas anzugehören festgenommen.

Auch die bolivianische Polizei hatte neun Personen aus Bangladesch unter dringendem Terrorverdacht festgenommen. Wie Innenminister Alfonso Ferrufino am Freitag mitteilte, erhielten die Behörden einen Hinweis der französischen Polizei, wonach eine Gruppe die Entführung eines Flugzeugs für einen Anschlag auf ein amerikanisches Ziel in Argentinien plane. Die Verdächtigen werden nun wieder freigelassen. Der Verdacht gegen sie habe sich nicht erhärtet, sagte Ferrufino.

Die neun waren in der Stadt Santa Cruz nach einem Hinweis der französischen Polizei festgenommen worden, wonach eine Gruppe die Entführung eines Flugzeugs für einen Anschlag auf ein amerikanisches Ziel in Argentinien plane. Auch sieben weitere in Santa Cruz festgenommene Personen wurden nach einer Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt.

Argentinien hatte nach Terrorwarnungen in der vergangenen Woche die Sicherheitsvorkehrungen in der Umgebung der Botschaften der USA, Spaniens, Großbritanniens und Italiens verstärkt.