Texas: Eine Woche der Hinrichtungen beginnt - DER SPIEGEL
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Texas Eine Woche der Hinrichtungen beginnt

Gleich drei Menschen sollen in dieser Woche im Staat des Präsidentschaftsbewerbers George W. Bush hingerichtet werden. Erster Todeskandidat war der 31-jährige Stacey Lawton.
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Huntsville/USA - Es war bereits das 36. Mal, dass in diesem Jahr ein Mensch in Texas hingerichtet wurde. Stacey Lawton starb durch die Giftspritze. Er hatte am Weihnachtsabend 1992 bei einem Einbruch einen 47 Jahre alten Familienvater erschossen. Seine letzten Worte waren jedoch: "Ich habe niemanden getötet." Der texanische Gouverneur und Präsidentschaftskandidat George W. Bush ist ein vehementer Befürworter der Todesstrafe.

Am Donnerstag soll auch ein nach Meinung seiner Anwälte geistig zurückgebliebener Mann exekutiert werden. Am Dienstag lehnte die texanische Gnadenkommission den Antrag von Johnny Paul Penry auf einen 30-tägigen Hinrichtungsaufschub ab. Penry hatte 1979 eine Frau vergewaltigt und erstochen. Er sitzt seit 21 Jahren in der Todeszelle. Seine Anwälte bescheinigen ihm einen Intelligenzquotienten von 50 bis 60 und das geistige Fassungsvermögen eines siebenjährigen Kindes.

Mit Penrys Hinrichtung würde Texas einen neuen traurigen Rekord aufstellen: 38 Exekutionen wären die meisten, die seit der Wiedereinführung der Todesstrafe 1976 innerhalb eines Jahres in einem Staat ausgeführt wurden. Seit 1976 sind in den USA 674 Menschen hingerichtet worden, 76 davon in diesem Jahr.