Tote im Jemen - DER SPIEGEL
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Jemen Mehr als 40 Menschen in Gefechten mit Qaida-Kämpfern getötet

Bei Gefechten zwischen Soldaten und Aufständischen im Süden des Jemen sind Militärangaben zufolge Dutzende Menschen getötet worden. Im Morgengrauen griffen die Qaida-Kämpfer ein Armeelager an - schon drohen sie mit weiteren Attacken.
Bewaffnete Stammeskrieger im Jemen: Heftige Gefechte gegen Al-Qaida-Kämpfer
Bewaffnete Stammeskrieger im Jemen: Heftige Gefechte gegen Al-Qaida-Kämpfer

Bewaffnete Stammeskrieger im Jemen: Heftige Gefechte gegen Al-Qaida-Kämpfer

Foto: Wadia Mohammed/ dpa
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Sanaa - Bei schweren Gefechten mit Kämpfern des Terrornetzwerks Al-Qaida sind im Süden des Jemen am Montag mehr als 40 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien 14 Soldaten und sechs Mitglieder von Volksstämmen, die mit dem Militär zusammenarbeiteten, verlautete aus Militärkreisen. Die Kämpfe ereigneten sich demnach rund um die Stadt Loder in der Provinz Abyane, die eine Hochburg der Islamisten ist.

Den Gefechten gingen Angriffe der Al-Qaida-Kämpfer voraus. Dutzende von ihnen attackierten im Morgengrauen eine Kaserne der Armee in Loder und eine Straßensperre im Süden der Stadt. Daraufhin kam es zu heftigen Kämpfen gegen Soldaten, die von bewaffneten Männern örtlicher Stämme unterstützt wurden. Nach Armeeangaben wurden Verstecke der Al-Qaida-Kämpfer auch vom Meer aus angegriffen. Demnach wurden 24 Aufständische getötet.

Loder liegt rund 150 Kilometer nordöstlich der Stadt Sindschibar. Die Küstenstadt wird seit fast einem Jahr von einer Al-Qaida-nahen Rebellengruppe kontrolliert, die sich "Partisanen der Scharia" nennt. Im August 2010 hatte Al-Qaida vorübergehend die Kontrolle über Loder, bevor die Rebellen von Soldaten und Stämmen wieder aus der Stadt vertrieben wurden. Die Extremisten drohten nun damit, auch das rund 120 Kilometer von der Hafenstadt Aden entfernte Lawdar anzugreifen.

Wachsender Einfluss von Al-Qaida

Die jemenitische Zentralregierung ist derzeit immer noch durch monatelange Proteste der Opposition geschwächt, die schließlich zum Rücktritt von Präsident Ali Abdallah Saleh führten. Al-Qaida-Kämpfer weiteten unterdessen ihren Einfluss im Süden des Landes aus. Am Montag wurde in Aden, der früheren Hauptstadt Südjemens, ein Polizist getötet und ein weiterer verletzt.

Seit dem von den USA und Saudi-Arabien eingefädelten Amtsantritt von Präsident Abd-Rabbu Mansur al-Hadi im Februar haben die Übergriffe von Islamisten deutlich zugenommen. Al-Hadi soll nach den Vorstellungen der Regierungen in Washington und Riad verhindern, dass die Al-Qaida nahe der wichtigen Erdöltransportroute Fuß fasst. Gegen mutmaßliche Stellungen der Extremisten setzen die USA Drohnen und Raketen ein.

Auch in anderen Landesteilen muss sich Hadi um die Sicherheit sorgen. Am Freitag entließ er Gefolgsleute seines Vorgängers Ali Abdullah Saleh aus der Militärspitze. Saleh-Anhänger blockierten daraufhin für einen Tag den Flughafen der Hauptstadt Sanaa. Saleh hatte das Präsidentenamt nach 33 Jahren vor sechs Wochen aufgegeben.

sto/AFP/Reuters

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