Treffen in der nächsten Woche USA und Nordkorea reden wieder miteinander
Seoul - Das Treffen soll nächste Woche in Peking stattfinden, wie der südkoreanische Außenminister Yoon Young Kwan in Seoul mitteilte. Auch China werde an den Gesprächen teilnehmen. Nordkorea hatte erst am Wochenende seinen Widerstand gegen multilaterale Gespräche aufgegeben. Zuvor bestand Pjöngjang auf direkten Verhandlungen mit den USA.
US-Außenminister Colin Powell erklärte in Washington, der schnelle Erfolg der US-Streitkräfte im Irak habe die nordkoreanische Haltung möglicherweise beeinflusst. Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats der USA, Sean McCormack, sagte, Grund für die Zustimmung Nordkoreas zu den Verhandlungen sei auch der Druck Chinas gewesen. Er rechne nicht mit einem sofortigen Durchbruch bei den Gesprächen, hoffe jedoch auf Fortschritte. Die USA würden sich um eine Beteiligung Japans, Südkoreas und möglicherweise Russlands bei künftigen Verhandlungen bemühen, erklärte McCormack.
Der südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun begrüßte die Entwicklung. Nordkorea werde Reformen und eine Öffnung des Landes angehen, wenn Wirtschaftshilfe und die Sicherheit seines politischen Systems garantiert würden, sagte Roh. Außenminister Yoon sagte, Südkorea sei zunächst nicht an den Gesprächen beteiligt. Die USA und China hätten jedoch zugesagt, dass das Land in einer späteren Phase hinzugezogen werde. Japanische Medien berichteten unter Berufung auf diplomatische Kreise in Washington, dass die Gespräche beginnen sollten.
Der Streit um das nordkoreanische Atomprogramm begann im Oktober mit Berichten der US-Regierung, nach denen der kommunistische Staat die Existenz eines heimlichen Atomwaffenprogramms zugegeben haben soll. Die USA und ihre Verbündeten stellten daraufhin ihre Öllieferungen an Nordkorea ein. Daraufhin verwies Pjöngjang alle Uno-Beobachter des Landes, unternahm Schritte zum Neustart eines stillgelegten Atomkraftwerks und stieg aus dem Atomwaffensperrvertrag aus.