Anzeige wegen Körperverletzung Trumps Wahlkampfmanager bleibt straffrei
Corey Lewandowski
Foto: Jim Young / REUTERSSie wollte Präsidentschaftskandidat Donald Trump noch eine Frage stellen, doch Wahlkampfmanager Corey Lewandowski stoppte die Reporterin und soll sie gegen ihren Willen am Arm gepackt haben. Die Journalistin erstatte Anzeige wegen Körperverletzung. Lewandowski wurde vorübergehend festgenommen. Anklage wird das Gericht allerdings nicht erheben - Lewandowski bleibt straffrei.
Der zuständige Staatsanwalt in Palm Beach (Florida) sagte vor Medien, für eine Bestrafung Lewandowskis gebe es zu wenig Anhaltspunkte. Lewandowski wäre im Fall einer Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung bestraft worden.
Staatsanwalt David Aronberg sagte, ohne jeden Zweifel habe Lewandowski die Reporterin zurückgestoßen, als sie den vorbeigehenden Trump am Arm berührt habe. Aronberg fügte aber hinzu, nach seiner Bewertung habe Lewandowski jedes Recht gehabt, Trump vor einem möglichen Angriff zu schützen. Das gelte für ein so enges Mitglied eines Wahlkampfteams auch dann, wenn der Bewerber - wie hier Trump - von Secret-Service-Agenten umringt gewesen sei.
Noch bis Anfang Juli können die Republikaner entscheiden, welchen Kandidaten sie ins Rennen um die US-Präsidentschaft schicken wollen. Trump liegt bei den Vorwahlen bisher mit Abstand vorn.
Schon mehrfach kam es bei Wahlkampfveranstaltungen von Trump zu körperlichen Auseinandersetzungen. Trump selbst hat sich über Gewalt etwa gegen Protestierer wiederholt mindestens billigend geäußert.