Umfrage: Nur einer wird Bush gefährlich - DER SPIEGEL
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Umfrage Nur einer wird Bush gefährlich

US-Präsident George Bush hätte nur einen der möglichen demokratischen Präsidentschaftskandidaten zu fürchten, wenn schon heute gewählt würde: John Kerry. Der liegt in einer aktuellen Umfrage mit 48 Prozent vor dem Amtsinhaber, der nur 43 Prozent der Stimmen bekäme. Die anderen Anwärter könnte Bush dagegen schlagen.
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Washington - Im Vergleich mit John Edwards und Howard Dean schneidet Bush in der Umfrage des Fernsehsenders CBS weitaus besser ab: Mit 50 zu 41 Prozent führt er gegen Edwards und sogar mit 54 zu 37 Prozent gegen Dean.

Heute finden in Wisconsin Vorwahlen statt. Kerry lag dort zuletzt mit 47 Prozent der Stimmen klar in Führung. Es folgten Howard Dean mit 23 Prozent und Senator John Edwards mit 20 Prozent. Kerry brachte sich vor der Vorwahl in einer Debatte mit den parteiinternenen Rivalen als Favorit für die Präsidentschaftskandidatur in Position.

Während der Debatte am Sonntagabend in Milwaukee griffen Dean und Edwards Kerry nur selten an und richteten ihre Kritik auf Bush. Beide betonten jedoch, das Rennen um die demokratische Nominierung sei noch nicht entschieden. Dean erklärte gestern, im Gegensatz zu Bush glaube er, dass die Gesellschaft nicht länger gespalten bleiben dürfe. Der ehemalige Gouverneur von Vermont hat bislang noch keine der 16 Vorwahlen und Parteiversammlungen gewonnen. Einige seiner Anhänger, darunter auch sein Wahlkampfleiter, forderten ihn bereits auf, aus dem Rennen auszuscheiden. Dean betonte jedoch, dies werde keinesfalls geschehen.

Edwards erklärte während der Debatte, es gebe neben der Wahl in Wisconsin noch weitere Vorwahlen. Er plane, um jede einzelne Stimme zu kämpfen.

Kerry hatte seine Rivalen am Wochenende bei Parteiversammlungen in Nevada und in der Hauptstadt Washington klar hinter sich gelassen. Er gewann 14 der bislang 16 Vorwahlen. Nach Wisconsin werden sich die Kandidaten auf den "Superdienstag" am 2. März konzentrieren, wenn Vorwahlen in zehn US-Staaten stattfinden.

Bush lobt eigene Steuerpolitik

Bei einem Wahlkampfauftritt in Florida verwies US-Präsident Bush auf die positiven Auswirkungen seiner Steuerpolitik. Trotz einer Rezession, mehrerer Unternehmensskandale und der Terroranschläge vom 11. September sei die amerikanische Wirtschaft stark, sagte Bush gestern vor den Mitarbeitern einer Fensterfabrik in Tampa. Einer der Gründe dafür seien die von ihm durchgesetzten Steuersenkungen, die den Bürgern mehr von ihrem Geld ließen.

Angesichts von mehr als acht Millionen Arbeitslosen in den USA gilt das Thema Arbeitsmarkt als eines der wichtigsten Themen im Wahlkampf. Die Demokraten verweisen darauf, dass während Bushs Präsidentschaft 2,2 Millionen Arbeitsplätze im Land verloren gingen.