Uno-Hilfswerk: Stoppt den Horror! - DER SPIEGEL
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Uno-Hilfswerk Stoppt den Horror!

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Genf - Hinrichtungen, Plünderungen, ja sogar Folter - Menschenrechtsorganisationen konfrontierten israelische Truppen am Wochenende mit harschen Vorwürfen. Nun schließt sich das Uno-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) der Kritik an dem Vorgehen der Truppen in den besetzten Gebieten an.

Es forderte Israel zu einem sofortigen Stopp seiner "unbarmherzigen" und blutigen Angriffe auf palästinensische Flüchtlingslager auf. Die Berichte, die das Hilfswerk erreichten, seien der reine Horror, heißt es in einer am Montag in Genf verbreiteten Erklärung des UNRWA-Leiters Peter Hansen.

Die Angriffe von Kampfhubschraubern und Panzern auf zivile Wohngegenden hätten zu Hunderten von Verletzten geführt. Planierraupen machten Teile der Lager dem Erdboden gleich. Die Vorräte an Medikamenten und Nahrungsmitteln gingen zur Neige. Hansen bezeichnete die Palästinenser-Lager als Schlachtfelder unter Zivilisten.

Hansen forderte im "Namen des menschlichen Anstandes" Israel auf, Krankenwagen die Bergung von Verletzten sowie die Verteilung von Notrationen zu gestatten. "Israel ist ein Signatarstaat der internationalen Konventionen, die nicht an Kämpfen beteiligte Personen schützen. Diese Konventionen sind wertlos, wenn sie nicht genau in Zeiten des größten Blutvergießens angewendet werden. Die Welt beobachtet und Israel muss seine unbarmherzigen Angriffe auf zivile Flüchtlingslager einstellen", sagte Hansen.

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