US-Angriff in Afghanistan Taliban-Chef Mullah Omar soll schwer verwundet sein
Islamabad/Kabul - Omar sei außer Lebensgefahr, werde sich aber für rund zwei Monate nicht bewegen können, zitiert die Zeitung "Ausaf"den Arzt Jabbar Aziz. Bei dem Angriff in der südostafghanischen Provinz Zabul seien vier Leibwächter Omars getötet worden, heißt es in dem Bericht. Ein weiterer Taliban-Führer habe überlebt. "Ausaf" war vor Beginn des Antiterror-Kampfes für gute Kontakte zur Führung von Taliban und zum Netzwerk al-Qaida von Osama Bin Laden bekannt gewesen.
Omar und Bin Laden sind seit dem Sturz der Taliban Ende 2001 auf der Flucht und werden im Grenzgebiet zu Pakistan vermutet. Pakistanische Truppen hatten am Sonntag nach tagelangen schweren Kämpfen mit dem Rückzug aus Stammesgebieten nahe der Grenze begonnen. Ein Armeesprecher hatte zuvor gesagt, die Ziele der Anti-Terror-Operation seien weitgehend erreicht worden.
Armee will al-Qaida Geheimdienstchef getötet haben
Die pakistanischen Truppen hätten "den Aufklärungschef" des Terrornetzwerks al-Qaida getötet, sagte der Armeesprecher weiter, sein Name sei "Herr Abdullah". Über den vollständigen Namen, die Nationalität des Mannes und wann und wie er getötet wurde, könne er nichts sagen.
Auch sei der usbekische al-Qaida Chef Tahir Yuldashev verwundet worden. Er befinde sich aber noch auf der Flucht, so der Sprecher weiter. Yuldashev sei die Nummer Zehn in der Hierarchie des Terrornetzwerks al-Qaida. Er soll sich irgendwo an der afghanisch-pakistanischen Grenze versteckt halten.
Die US-Streitkräfte hatten am Samstag die Stationierung von 2000 weiteren Soldaten in Afghanistan angekündigt. Sie sollen die Jagd auf Taliban- und al-Qaida-Kämpfer verstärken. Derzeit sind rund 13.500 US-geführte Koalitionstruppen in Afghanistan stationiert, davon 11.500 Amerikaner.