US-Haft Elf Terrorverdächtige verschwunden
Elf Al-Qaida-Verdächtige seien in US-Gefangenschaft verschwunden -das berichtet die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Die Gefangenen würden von der CIA an einem unbekannten Ort, vermutlich außerhalb der USA festgehalten. Weder das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, noch die Familien der Häftlinge wüssten über das Schicksal der Gefangenen Bescheid. Nach Zeugenaussagen würden die Gefangenen von US-Beamten teilweise gefoltert.
Unter den Verschwundenen befinden sich nach Angaben von Human Rights Watch enge Vertraute des Al-Qaida-Chefs Osama bin Laden sowie mutmaßliche Hauptstrategen der Anschläge vom elften September. Unter den Gefangenen sei unter anderem Ramsi bin al-Schibb, der nach Auskunft der Menschenrechtsorganisation, wenn er ein Visum bekommen hätte, mit unter den Flugzeugentführern des 11. Septembers gewesen wäre.
Die verschwundenen Gefangenen befänden sich außerhalb jedes Rechtsschutzes. Mit der Geheimhaltung des Verbleibs der Häftlinge verstoßen die USA nach Angaben von Human Rights Watch gegen die Genfer Konventionen. Diese fordern, dass das Internationale Komitees des Deutschen Roten Kreuzes zu allen Gefangenen unter allen Umständen Zugang erhält.
Human Rights Watch fordert die USA auf, alle Häftlinge unter Rechtsschutz zu stellen. "Wenn die USA Methoden der Folter und ,Verschwinden' von Personen ihrer Gegner annehmen, dann wenden sie sich von ihren eigenen Idealen und internationalen Verpflichtungen ab und stellen ihre Nation in Frage", so Reed Brody, Sprecher von Human Rights Watch.