US-Initiative Bush lädt zur Klimakonferenz nach Washington
Washington - US-Präsident George W. Bush hat führende Wirtschaftsmächte von allen Kontinenten zu einer Klimakonferenz nach Washington eingeladen, um über ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz zu beraten. Ziel der Konferenz am 27. und 28. September solle es sein, bis Ende 2008 eine internationale Vereinbarung zum Kampf gegen den Klimawandel zu erzielen, teilte das Weiße Haus heute mit. Zu dem Treffen werden Vertreter von Uno, EU, USA und weiteren elf Staaten, darunter auch Deutschland, erwartet.
Dem Problem des Klimawandels müsse in einer Weise begegnet werden, "die Energiesicherheit gewährleistet und wirtschaftliches Wachstum fördert", hieß es in der Erklärung des Weißen Hauses. Bush erkenne mit dem Projekt die Notwendigkeit an, "ein neues Rahmenabkommen mit großen Industrie- und Entwicklungsländern zu vereinbaren, die den Großteil der Treibhausgase verursachen und die meiste Energie verbrauchen". Kritiker werfen Bush dagegen vor, er wolle mit seiner Initiative den Uno-Klimaschutzprozess unterlaufen.
Das 1997 ausgehandelte Kyoto-Protokoll läuft 2012 aus. Die USA lehnen die darin festgeschriebenen Verpflichtungen zum Abbau der Treibhausgase ab. Ende des Jahres soll eine große Uno-Klimakonferenz auf der indonesischen Insel Bali mit den Beratungen über ein Nachfolgeabkommen beginnen.
kaz/AFP/Reuters