US-Kritik: Rice nennt Iran ein Problem - DER SPIEGEL
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US-Kritik Rice nennt Iran ein Problem

Iran ist nach Ansicht von US-Außenministerin Rice ein "Problem" für die Stabilität des Nahen Ostens. Von der internationalen Gemeinschaft forderte sie Lösungsvorschläge.
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Washington - In einer Rede bei der konservativen Denkfabrik Heritage Foundation in Washington nahm Condoleezza Rice gestern unter anderem Bezug auf den Streit um das iranische Atomprogramm. Sie warf der Führung in Teheran zudem erneut vor, Aufständische im Irak zu unterstützen. Ferner hätten die israel-feindlichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad gezeigt, dass "das Regime außerhalb der internationalen Gemeinschaft" stehe, fügte Rice hinzu.

Der internationalen Gemeinschaft warf die US-Außenministerin vor, den Prozess gegen den früheren irakischen Staatschef Saddam Hussein zu "boykottieren". Die Weltgemeinschaft habe "praktisch nichts getan", um zu helfen, Saddam Hussein vor Gericht zu bringen, sagte Rice, ohne bestimmte Länder zu nennen. Diese Haltung wirke sich negativ auf die irakische Bevölkerung aus, die derzeit für Gerechtigkeit und Freiheit kämpfe, die ihr unter Saddam Husseins Herrschaft so lange versagt geblieben seien.

Saddam wird zusammen mit sieben weiteren Angeklagten vor einem Sondertribunal im Irak der Prozess gemacht. Das Verfahren ist bisher zum Teil chaotisch abgelaufen und bereits mehrfach unterbrochen worden. Es soll am 21. Dezember fortgesetzt werden. Sollte Saddam für schuldig befunden werden, droht ihm die Todesstrafe.