US-Präsidentschaftswahlen Senator Biden ist 15. Kandidat der Demokraten
Washington - "Ich kandidiere", sagte der schon seit 34 Jahren im Senat vertretene Politiker. Er habe das schon so lange vor, dass er auf die Bildung eines Sondierungskomitees verzichte. Deswegen habe er gleich seine Papiere bei der Bundeswahlkommission in Washington eingereicht. Biden ist ein erfahrener Außenpolitiker und leitet auch den entsprechenden Senatsausschuss. Im Mittelpunkt seines Wahlkampfprogramms steht voraussichtlich ein Plan zur Beendigung des Kriegs im Irak.
Bidens Konkurrent Barack Obama hat unterdessen einen Rückzug der US-Kampftruppen aus dem Irak zwischen Mai dieses Jahres und März 2008 gefordert. Keine noch so große Zahl von US-Soldaten könne die "dem Bürgerkrieg zugrunde liegenden politischen Streitigkeiten" lösen, erklärte Obama. US-Präsident George W. Bush habe im Irak eine gescheiterte "Politik der Eskalation" geführt.
Er schlage daher einen stufenweisen Rückzug vor, um Druck auf die Iraker aufzubauen, eine politische Einigung zu finden und die Gewalt einzuschränken. Eine entsprechende Resolution Obamas soll in der kommenden Woche im Senat diskutiert werden.
jaf/AP/AFP/dpa