US-Tote im Irak: 138 plus 138 - DER SPIEGEL
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US-Tote im Irak 138 plus 138

Die Zahl der amerikanischen Kriegsopfer im Irak nach dem offiziellen Ende des Krieges hat die Zahl der Toten während des Feldzugs erreicht. Zusammengerechnet muss die Supermacht am Golf bis jetzt 276 Menschenleben beklagen.
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Washington - Das 138. Opfer seit dem 1. Mai war nach Angaben des US-Zentralkommandos ein Soldat, der am Montag nicht durch eine feindliche Kugel, aber durch einen Schuss ums Leben kam. Die von der US-Armee verwendete Formulierung deutet darauf hin, dass der Mann sich entweder das Leben nahm oder durch einen versehentlich ausgelösten Schuss starb.

Auch während der sechswöchigen Kriegshandlungen im März und April waren im Irak 138 Soldaten ums Leben gekommen, 115 davon in Gefechten. Die Zahl der seit dem 1. Mai bei Anschlägen oder in Gefechten gefallenen US-Soldaten liegt bei 62. 76 andere Soldaten starben jeweils bei Unfällen und durch Krankheiten. Präsident George W. Bush hatte am 1. Mai an Bord des Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" das Ende der größeren Kampfhandlungen verkündet.

Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wies unterdessen Forderungen nach einer Verstärkung der amerikanischen Truppenpräsenz im Irak zurück. Die derzeitige Zahl von 139.000 sei "angemessen", sagte er auf einem Luftwaffenstützpunkt im texanischen San Antonio. Zugleich räumte er ein, er werde eventuellen Forderungen von General John Abizaid, dem Oberbefehlshaber des Zentralkommandos, nachkommen, sollte dieser weitere Truppen anfordern. Abizaid habe sich jedoch für eine stärkere Präsenz von Soldaten aus anderen Ländern ausgesprochen. "Daran arbeiten wir", sagte Rumsfeld.

Nach Pentagon-Angaben haben sich 30 Länder bereit erklärt, Truppen in den Irak zu entsenden. Bundeskanzler Gerhard Schröder schloss heute erneut aus, dass deutsche Verbände in das Land einrücken werden.

Gleichzeitig verlautete aus der US-Regierung, dass man eine neue Uno-Resolution, die einen Militäreinsatz möglichst vieler Staaten im Irak vorsieht, nicht weiter verfolgen werde.

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