US-Wahl: Patriotisches Schweigen? - DER SPIEGEL
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US-Wahl Patriotisches Schweigen?

In den USA liegt endlich das Ergebnis einer Untersuchung vor, ob George W. Bush die umstrittene Präsidentschaftswahl wirklich gewonnen hat. Aber die Medien verschoben die Veröffentlichung.
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Hamburg - Bis vor wenigen Wochen hätte dieses Medienereignis alles andere in den Schatten gestellt: Nach fast zehn Monaten liegt das Ergebnis einer Untersuchung darüber vor, ob George W. Bush die umstrittene Präsidentschaftswahl wirklich gewonnen hat. Die wichtigsten Medien des Landes ­ darunter "New York Times", "Wall Street Journal","Associated Press" und CNN ­ hatten eine eigene Nachuntersuchung der Wahl im Staat Florida angestrengt.

Das Ergebnis sollte wenige Tage nach dem 11. September mit großem Brimborium bekannt gegeben werden. Doch still und leise verschoben die beteiligten Medienriesen die Veröffentlichung "auf unbestimmte Zeit", so die "New York Times" in einem Nebensatz. Im Internet kursieren bereits Verschwörungstheorien, die Angst vor Repressionen und übermäßigem Patriotismus bei den Medien als wahre Gründe sehen.

Auch Intellektuelle wie John MacArthur, Herausgeber von "Harpers Magazine", wittern Selbstzensur: "Die etablierten US-Medien sind feige, das ist nie und nimmer ein Zufall."