USA protestieren gegen Freilassung von afghanischen Aufständischen - DER SPIEGEL
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Streit mit der USA Afghanistan lässt Dutzende Aufständische frei

Afghanische Behörden lassen 37 Aufständische frei: Nach Angaben der Regierung in Kabul sollen nicht genügend Beweise für eine weitere Verhaftung gegen sie vorliegen. Präsident Karzai riskiert damit einen neuen Streit mit Washington.
Afghanistans Präsident Hamid Karzai: Streit mit den USA
Afghanistans Präsident Hamid Karzai: Streit mit den USA

Afghanistans Präsident Hamid Karzai: Streit mit den USA

Foto: S. Sabawoon/ dpa
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Kabul - Die US-Militärführung hat die Freilassung von 37 "gefährlichen Aufständischen" durch die afghanischen Behörden verurteilt. Es sei verantwortungslos, "die Aufständischen zurück in die Gesellschaft zu entlassen, die afghanisches Blut an den Händen haben", teilte ein Sprecher des US-Militärs am Montag in der Hauptstadt Kabul mit.

Die afghanische Regierung hatte schon in den vergangenen Wochen mitgeteilt, dass mindestens 72 Gefangene aus dem Gefängnis in Bagram, einer Kleinstadt nördlich von Kabul, in den nächsten Tagen freigelassen werden. Ihnen wurde vorgeworfen, an Anschlägen und Angriffen auf afghanische und ausländische Sicherheitskräfte beteiligt gewesen zu sein. Laut der Regierung in Kabul sollen jedoch in mindestens 45 Fällen keine Beweise für "terroristische Aktivitäten oder Verbindungen mit den Taliban" gefunden worden sein.

Der Streit um die Freilassung der Gefangenen belastet das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Washington und Kabul. Der afghanische Präsident Hamid Karzai verweigert seit Wochen die Unterzeichnung eines Sicherheitsabkommens mit den USA, das Voraussetzung für ein internationales Militärengagement in Afghanistan nach dem Abzug der Truppen 2014 sein soll.

cth/dpa/AP