USA Zivilpiloten unter Waffen
Washington - Die Regierung unter Präsident George W. Bush hatte sich lange geweigert, der Bewaffnung der Piloten zuzustimmen. Nun gibt sie ihren Widerstand auf. Auch das amerikanische Repräsentantenhaus hatte sich bereits im Juli dafür ausgesprochen, dass Flugkapitäne auf eigenen Wunsch Waffen tragen können.
Die Regierung erklärte, es müssten noch Sicherheits- und Organisationsfragen geklärt werden. Das Weiße Haus schlug vor, die Waffen in speziellen Schließfächern unterzubringen. Es sollen außerdem nur Piloten Waffen bekommen, die sich ausdrücklich dafür entscheiden und sich einer fundierten Ausbildung unterziehen. Die Erlaubnis für Waffen im Cockpit könnte rund 85.000 Piloten erteilt werden.
Die Piloten-Gewerkschaft der American-Airlines begrüßte die Senatsentscheidung. "Die Personen, die die Waffen als letztes Mittel der Verteidigung brauchen, sind nun einmal die Piloten", sagte ein Sprecher. Bei den Fluggesellschaften stoßen die Pläne auf Skepsis. Angesichts der Bemühungen gefährliche Waffen aus den Maschinen fern zu halten, erschienen die jetzigen Pläne kontraproduktiv, hieß es.