Venezuela: Chávez will Uhren eine halbe Stunde vorstellen - DER SPIEGEL
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Venezuela Chávez will Uhren eine halbe Stunde vorstellen

Die Bürger Venezuelas müssen künftig wohl früher aufstehen: Präsident Hugo Chávez plant, die Uhren in seinem Land eine halbe Stunde vorzustellen. Die Umstellung soll den Stoffwechsel ankurbeln und damit der Arbeitskraft zugute kommen.
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Caracas - Das ganze Land solle früher auf die Beine kommen, wünscht sich der Präsident. Es gehe bei der Maßnahme um die Auswirkungen auf den Stoffwechsel, erläuterte Staatschef Hugo Chávez in einer siebenstündigen Sendung seiner Fernsehshow "Hallo Präsident". Das menschliche Gehirn werde durch Sonnenlicht beeinflusst.

Wissenschaftsminister Héctor Navarro, der in der Sendung zu Gast war, betonte, von der durch die Zeitverschiebung längeren Helligkeit profitierten "alle Venezolaner bei ihrer Arbeit und in ihren Studien". Mit der Zeitumstellung läge Venezuela nicht mehr fünf, sondern nun nur noch viereinhalb Stunden hinter der mitteleuropäischen Zeit.

Vorwürfe gegen CIA

In der TV-Sendung griff Chávez zudem die USA scharf an. Er warf der Regierung Bush vor, in den Streitkräften seines Landes Verschwörer für einen Putsch anwerben zu wollen. Damit solle eine von ihm in der vergangenen Woche vorgestellte Verfassungsreform unterlaufen werden. "Die Verschwörung hat bereits begonnen", sagte Cháves in seiner wöchentlichen Sendung. "Die Botschaften zirkulieren in den Kasernen. Die Hand (des US-Geheimdienstes) CIA, das Imperium, steckt dahinter. Sie versuchen einen Putsch."

Vor fünf Jahren überstand Chávez einen Putsch, hinter dem er auch die CIA vermutete. Die geplante Verfassungsreform sieht vor, die Begrenzungen für die Wiederwahl des Präsidenten abzuschaffen. Außerdem soll die Amtszeit von sechs auf sieben Jahre verlängert werden. Der ehemalige Oberstleutnant der Fallschirmjäger hat Kritik zurückgewiesen, er strebe eine lebenslange Führung in Venezuela wie sein Freund Fidel Castro auf Kuba an.

ler/AFP/AP