Vermisste Deutsche Zahl nach unten korrigiert
New York/Berlin - Zwei Wochen nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York hat sich die Zahl der vermissten Deutschen weiter verringert. Während die New Yorker Behörden von insgesamt mehr als 6400 Opfern in den Trümmern der Zwillingstürme ausgehen, wurden von der Vermisstenliste des Auswärtigen Amtes weitere 20 der zuletzt noch 100 Namen gestrichen. Die Gesuchten hätten sich inzwischen bei Freunden oder Angehörigen gemeldet, erfuhr die Deutsche Presseagentur am Montagabend in New York. Unter den bislang von den New Yorker Behörden gemeldeten 276 Toten wurde kein Deutscher identifiziert.
Das Auswärtige Amt in Berlin wollte am Dienstag keine Zahlen nennen. Der Krisenstab des Generalkonsulats, der Uno-Mission sowie des Kulturinstituts der Bundesrepublik in New York ist weiterhin intensiv bemüht, noch Vermisste ausfindig zu machen. Die Mitarbeiter schließen auch fast zwei Wochen nach dem Einsturz der beiden 411 Meter hohen Türme nicht aus, dass sich noch Menschen melden, die zunächst als vermisst galten, wie es im Krisenstab hieß.
Etwa die Hälfte der jetzt noch 80 auf der Vermisstenliste genannten Personen waren als Touristen nach New York gekommen. Bei einigen sei nicht völlig zweifelsfrei davon auszugehen, dass sie sich tatsächlich im WTC-Komplex aufhielten, als die Katastrophe passierte. Etwa 40 Vermisste hatten beruflich im World Trade Center zu tun. Bei ihnen sei die Wahrscheinlichkeit, dass sie dort ums Leben kamen, am größten.