Vogelgrippe: EU beruft Krisensitzung ein - DER SPIEGEL
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Vogelgrippe EU beruft Krisensitzung ein

Die EU hat offenbar dringenden Beratungsbedarf. Für heute hat die österreichische Ratspräsidentschaft wegen der sich ausbreitenden Vogelgrippe eine Krisensitzung der Gesundheitsminister aller 25 Mitgliedsstaaten nach Wien anberaumt.
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Wien - Die Gesundheitsminister der 25 EU-Mitgliedstaaten sollen heute auf einer Sondersitzung in Wien über die möglichen Auswirkungen der Vogelgrippe beraten. Zu dem Treffen hat die österreichische EU-Ratspräsidentschaft angesichts der Ausbreitung der Tierseuche kurzfristig einberufen. Auch die zuständigen Minister Bulgariens, Rumäniens, Kroatiens, Mazedoniens und der Türkei sind eingeladen worden. Im Mittelpunkt der Beratungen steht die Aufklärung der Bevölkerung.

An dem EU-Treffen in der Wiener Hofburg sollen Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Welternährungsorganisation (FAO) und anderer internationaler Organisationen teilnehmen. Bisher ist das potenziell auch für Menschen gefährliche Virus H5N1 in der EU in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien, Ungarn, Slowenien, Griechenland und in der Slowakei nachgewiesen worden. Außerhalb der EU trat es auch in Bulgarien, Rumänien, Russland und der Ukraine auf.

Bereits im Oktober 2005 hatte der Erreger den asiatischen Teil der Türkei erreicht. Zwölf Menschen erkrankten, vier davon starben.

In Deutschland hatte sich die Vogelgrippe am Donnerstag von der Ostseeinsel Rügen nach Westen ausgebreitet. Der Erreger wurde erstmals auch bei einem toten Wildvogel an der mecklenburgischen Ostseeküste nachgewiesen. Der Verdacht einer Infektion bei einer Hausente auf Rügen bestätigte sich dagegen nicht.

Die Gesundheitsminister der deutschen Bundesländer hatten sich gestern in Berlin darauf geeinigt, nach und nach für 20 Prozent der Bevölkerung Medikamente wie Tamiflu und Relenza einzulagern. Damit will man gegen eine denkbare Grippe-Epidemie beim Menschen gerüstet sein. Bisher gibt es keinen Hinweis darauf, dass der Vogelgrippevirus H5N1 auf Menschen übergesprungen ist.

asc/dpa

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