Waffenschmuggel: Ex-Präsident Menem zu sieben Jahren Haft verurteilt - DER SPIEGEL
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Argentinien Ex-Präsident wegen Waffenschmuggel zu sieben Jahren Haftverurteilt

6500 Tonnen Waffen waren trotz Embargo an Kroatien und Ecuador geliefert worden - davon will Carlos Menem jedoch nichts gewusst haben. Das Berufungsgericht dagegen hat den früheren Präsidenten Argentiniens dagegen schuldig gesprochen und zu sieben Jahren Haft verurteilt.
Argentiniens Ex-Präsident Menem: Von 1989 bis 1999 Präsident
Argentiniens Ex-Präsident Menem: Von 1989 bis 1999 Präsident

Argentiniens Ex-Präsident Menem: Von 1989 bis 1999 Präsident

Foto: David Fernandez/ dpa
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Buenos Aires - Der frühere argentinische Präsident Carlos Menem ist zu sieben Jahren Haft wegen Waffenschmuggels verurteilt worden. Bereits im März hatte das Gericht den 82-Jährigen für schuldig befunden. Aufgrund seines Alters könnte Menem die Strafe wahrscheinlich zu Hause absitzen. Allerdings kann der Ex-Präsident noch vor dem obersten Gerichtshof Berufung einlegen.

Um das Urteil zu vollstrecken, muss jedoch zunächst die Immunität Menems aufgehoben werden, die dieser als derzeitiger Senator genießt. Das Gericht beschloss, einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Neben dem Ex-Präsidenten wurde dessen damaliger Verteidigungsminister Oscar Camilión zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt, wie die argentinische Agentur CIJ meldete. Zehn weitere Angeklagte bekamen Strafen von zwischen vier und fünf Jahren.

Menem, zwischen 1989 und 1999 Staatschef Argentiniens, wird zur Last gelegt zwischen 1991 und 1995 6500 Tonnen Waffen via Panama und Venezuela an Kroatien und Ecuador geliefert zu haben, als beide Länder unter einem Waffenembargo standen. Menem hatte die Exportgenehmigungen unterzeichnet, gab aber vor Gericht an, über die eigentlichen Ziele nicht informiert gewesen zu sein. Das Berufungsgericht nannte seine Verteidigung unbegreiflich.

max/dpa/AFP