Wahlen in Italien Berlusconi oder Prodi
Rom - Es wird mit einem knappen Ergebnis gerechnet Selbst Neuwahlen gelten als nicht ausgeschlossen, falls es keine klare Mehrheit in den beiden Parlamentskammern gibt.
Der Abstimmung ging ein Wahlkampf voraus, der von gegenseitigen Angriffen und Beleidigungen geprägt war. So sagte Berlusconi, 69, wer für die Linke stimme, sei ein "Vollidiot". Prodi, 66, der bereits von 1996 bis 1998 Regierungschef war, rief zur Ruhe auf. Letzte veröffentlichte Umfragen vor zwei Wochen sahen ihn mit seinem Mitte-Links-Bündnis "Unione" um drei bis fünf Prozentpunkte vorn.
Insgesamt geht es um 630 Sitze in der Abgeordnetenkammer und 315 Mandate für den Senat. Erstmals können auch die 2,6 Millionen im Ausland lebenden Italiener wählen. Sie entscheiden über zwölf Abgeordnete und sechs Senatoren. Das neue Parlament wird nach einem reinen Verhältniswahlrecht bestimmt, was die Chancen der kleinen Parteien erhöht. Die Wahllokale schließen am morgen Nachmittag um 15 Uhr.
als/dpa