Watergate-Affäre Nixon-Helfer Charles Colson gestorben
Charles Colson im Jahr 1973: Erst Verschwörung, dann religiöses Erwachen
Foto: APHamburg/Washington - Er war einer der Drahtzieher der Watergate-Affäre: Als Sonderberater des republikanischen US-Präsidenten Richard Nixon war Charles Colson in die kriminellen Machenschaften gegen die Demokratische Partei verwickelt. Im Sommer 1972 brachen fünf Männer im Watergate-Gebäude ein, um Abhörmikrofone in den Büros der Demokraten anzubringen. Ihre Spur führte auf direktem Weg ins Weiße Haus, zum Wahlkampfteam der Republikaner und Nixon.
Die Affäre führte 1974 zum Rücktritt von des Präsidenten. Colson war auf dem Höhepunkt des Skandals wegen "Behinderung der Justiz" zu einer Freiheitsstrafe zwischen einem und drei Jahren verurteilt worden, von denen er sieben Monate absitzen musste. Im Gefängnis hatte er nach eigenen Angaben ein "religiöses Erwachen". Später machte er vor allem durch seine Wohltätigkeitsorganisation Prison Fellowship von sich reden, die das Ziel hat, Häftlinge mit Religion zu resozialisieren.
Colson starb nach einem Bericht der "Washington Post" in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Virginia. Wie ein Sprecher der Familie der Zeitung sagte, hatte Colson im April eine Gehirnblutung erlitten. Er wurde 80 Jahre alt.