Weltweite Proteste: "Scharon, Mörder!" - DER SPIEGEL
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Weltweite Proteste "Scharon, Mörder!"

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Paris - Aus Protest gegen die andauernde israelische Offensive in den palästinensischen Gebieten sind am Wochenende in vielen Teilen der Welt Hunderttausende von Menschen auf die Straßen gegangen. Zur größten Demonstration in der arabischen Welt kam es am Sonntag in der marokkanischen Hauptstadt Rabat, wo weit über 100.000 Menschen gegen die israelischen Angriffe protestierten.

Die größte Kundgebung in Europa fand mit rund 50.000 Teilnehmern am Samstag in Rom statt. Auch in mehreren deutschen Städten und in der Schweiz wurde gegen die Politik Israels demonstriert. Zu einer Kundgebung mit über 20.000 Teilnehmern in Paris hatten propalästinensische, antirassistische und kommunistische Gruppen aufgerufen. Die Organisatoren sprachen von einer der größten propalästinensischen Demonstrationen, die es in Frankreich je gab.

Dabei wurde ein "gerechter Friede" zwischen Israel und den Palästinensern gefordert. Demonstranten riefen in Sprechchören: "Scharon, Mörder" oder "Araber und Juden gemeinsam gegen Scharon". Ähnliche Kundgebungen fanden in Grenoble, Lille, Lyon, Marseille, Nizza, Orleans und Rennes statt.

Bei einer Veranstaltung in Paris sagte ein Sprecher der führenden Antirassismusgruppe MRAP: "Wir sind hier, um gegen die Besetzung der palästinensischen Gebiete zu protestieren. Ebenso aber verurteilen wir die jüngsten Anschläge auf jüdische Einrichtungen in Frankreich". Jüngste Anschläge in mehreren französischen Städten in den letzten zehn Tagen wurden von der Polizei mit den Ereignissen im Nahen Osten in Zusammenhang gebracht.

In Brüssel zogen am Sonntag rund 30.000 Demonstranten mit antiisraelischen und antiamerikanischen Parolen durch die Innenstadt.

In Bern demonstrierten fast 10.000 Menschen für Frieden im Nahen Osten. Zu der Kundgebung hatte ein Bündnis von über 30 Organisationen aufgerufen. Die Demonstranten forderten ein Ende der israelischen Besatzung und die Einstellung der Gewalt.

Mehrere tausend Menschen demonstrierten am Samstag in der Bundesrepublik friedlich gegen die israelischen Angriffe auf die Palästinenser. In Berlin beteiligten sich nach Polizeiangaben rund tausend Menschen an einem abendlichen Schweigemarsch zum Gedenken an die palästinensischen Opfer. In Dortmund versammelten sich etwa 2400 Menschen zu einem mehrstündigen Protestzug durch die Stadt. In Bonn demonstrierten rund 1500 und in der Bremer Innenstadt 200 Menschen.

Auch in mehreren Städten der USA kam es zu Demonstrationen gegen das Vorgehen Israels. In New York skandierten die Demonstranten: "Scharon-Hitler". Darüber hinaus gab es Proteste in Florida, Ohio, New Jersey und Kalifornien.

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