AUTO-MEYER
(Nr. 11/51, Deutschland.)
Fünf Jahre lang hat mir die Besatzungsbürokratie durch die Wegnahme meines einzigen Spezialwagens für den Transport hochwertiger Pferde meinen Betrieb zerstört und ließ ihn durch deutsche Stellen so entschädigen, daß ich mir davon gerade einen Reifen hätte kaufen können. Das Fahrzeug ist heute über elf Jahre alt, steht seit Jahren im Freien, wird höchstens ein- bis zweimal im Monat gebraucht und verkommt.
Nun hat die Besatzungsbürokratie die Stirn zu behaupten, der Wagen würde unbedingt benötigt und sei in einwandfreiem Zustand. Nach deutschem Recht bin ich nach wie vor Besitzer des Fahrzeugs, weil der Kraftfahrzeugbrief nicht umgeschrieben wurde und in meinen Händen ist. Keine deutsche Stelle hat sich aber bisher zu meiner Verteidigung aufgerafft. Das Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen erklärte mir, daß man noch nicht einmal feststellen könnte, mit welcher englischen Stelle darüber zu verhandeln sei.
Ich bin bereit, das Fahrzeug zurückzukaufen, da ich den Neukauf eines solchen Wagens nicht mehr finanzieren kann, obwohl die Hintergründe dieser Beschlagnahme eines Nutzfahrzeuges sehr zweideutig sind. Zu strategischen Zwecken ist das Fahrzeug unbrauchbar, da es schon von der deutschen Wehrmacht ausgemustert wurde.
Düsseldorf
Dr. Artur Laufkötter