Banalität des Blöden - DER SPIEGEL
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Briefe

Banalität des Blöden
• aus DER SPIEGEL 4/2001
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Banalität des Blöden

Nr. 2/2001, TV-Shows: Wirbel um Lügenmillionär

Kuppelshows, »Big Brother«, »Explosiv« und Myriaden von Boulevardmagazinen mit einem Niveau unterhalb von »St. Pauli Nachrichten« und »Bild« - viel weniger als die hohen Einschaltquoten verstehe ich, dass es »Journalisten« und Fernsehmacher gibt, die sich für solch einen Mist hergeben. Vielen Dank für den süffisanten Artikel.

MÜNSTER WILHELM STOSCH

Ein richtiger Millionär heiratet keine Gurke, die sich in solchen Sendungen zur Schau stellt.

KLEIN-WINTERNHEIM (RHEINL.-PFALZ) W. WECK

Ein glänzendes Stück Ihres Autors Thomas Tuma. Hätten die quotengeilen Verantwortlichen von RTL und Sat.1 einfach nur mal ihr Hirn eingeschaltet, hätten sie sich gleich denken können, dass »echte« Millionäre den Teufel tun werden, sich für so eine Schwachsinns-Schau zur Verfügung zu stellen. Dafür können eigentlich nur Hochstapler und Pleitiers in Frage kommen. Deshalb gibt es zu Recht auf der nach oben offenen Schadenfreude-Skala 100 Punkte! Jeder blamiert sich, so gut er kann.

MÜNCHEN PETER GABLER

Na und? Das hat man doch schon immer gewusst! Seit Einführung des Privatfernsehens hat sich das Niveau der Fernsehunterhaltung auf ungeahnte Tiefen gesenkt. Dies gilt für öffentlich-rechtliche wie für private Sender. Doch wird niemand gezwungen, sich die Banalität des Blöden anzusehen. Wer ein uninteressantes Leben führt, findet vielleicht Erfüllung, indem er sich Menschen mit selbigem Schicksal »reinzieht«. »Big Brother«-Produzent Laux hatte eben Recht, als er die weise Botschaft absonderte, jedes Volk habe das Fernsehen, das es verdient.

DÜSSELDORF MISCHA DREESBACH

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