Barbarossa - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung Barbarossa

• aus DER SPIEGEL 37/2010
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Seit Kindertagen ist SPIEGEL-Redakteur Matthias Schulz, 53, ziemlich beeindruckt von der Barbarossa-Sage. Der Kaiser, hieß es, sitze in einer Höhle im thüringischen Kyffhäuser-Gebirge, während sein roter Bart durch den Tisch wachse und Raben um den Berg kreisten. Erst wenn die Raben nicht mehr flögen, werde Kaiser Friedrich I. erwachen und das Reich der Staufer wiederherstellen. Als Schulz jetzt zur Staufer-Ausstellung nach Mannheim fuhr, wurde die Geschichte des 12. und des 13. Jahrhunderts wieder lebendig. Ein Prunkstück der Ausstellung ist der Cappenberger Barbarossa-Kopf, und der SPIEGEL-Mann war dabei, als ein Geheimnis des Kopfes gelüftet wurde. In seinem Innern befinden sich kleine Reliquienbehälter, die nach einem Verdikt der katholischen Kirche nicht geöffnet werden dürfen. Immerhin: Kirchenobere gestatteten jetzt, die Bündel in einen Computertomografen zu schieben. Dessen Bilder zeigten kleine Fuß-, Zehen- und Gesichtsknochen. »Die Fundstücke sind Knochen von Helden der Bibel«, berichtet Schulz, »damit ist bewiesen, wie sehr der Kaiser auch religiöse Verehrung erfuhr« (Seite 148).

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