Basis
63 Scheiks, Emirs und Häuptlinge aus zwölf britischen Kolonien werden auf der Londoner Afrika-Konferenz des britischen Außenministeriums auf Vordermann gebracht. Ziel der Tagung ist eine »neue wirtschaftspolitische und strategische Ausrichtung der afrikanischen Kolonien im Rahmen des Commonwealth«. Afrika soll zu einer großen strategischen Basis ausgebaut werden. Als Ausgleich für die in Indien verlorenen Menschenreserven läuft ein Programm zur Anwerbung farbiger afrikanischer Truppen an. Auf wirtschaftlichem Gebiet ist eine Erweiterung des Erdnuß-Projektes zur Oelgewinnung vorgesehen. Für ein wirtschaftliches Zehnjahresprogramm werden 500 Millionen Pfund Sterling zur Verfügung gestellt. Bei der Eröffnung im Lancaster-House erklärte Lordpräsident Herbert Morrison, es handele sich heute nicht mehr um kapitalistische Ausbeutung kolonialer Gebiete, vielmehr müsse gemeinsam die Ausbreitung des Kommunismus in Afrika verhindert werden. Die farbigen Staatsmänner vertreten 44 Millionen Menschen. Einige haben ihren Harem mit nach London gebracht.