BEERDIGUNG.
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DER SPIEGEL 51/1969
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Die Bundesregierung erwartete am vergangenen Freitag hohen Besuch aus der DDR. Sechs Tage nach der Falschmeldung des Londoner »Observer«, Walter Ulbricht wolle im nächsten Frühjahr zum DKP-Parteitag nach Düsseldorf kommen, wies Bundes-Innenminister Hans-Dietrich Genscher die Länder-Innenminister an, Ulbrichts Kronprinzen, Erich Honecker, ungehindert nach West-Deutschland einreisen zu lassen. Grund: Der Vater des SED-Funktionärs, Wilhelm Honecker, war in Wiebelskirchen gestorben, und die Beerdigung war für Freitag angesetzt. Doch das freie Geleit wurde nicht in Anspruch genommen. Honecker junior erschien nicht zur Trauerfeier.