BURMA Beginnende Reformen
Durch die Freilassung der burmesischen Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, 56, aus 18 Monate währendem Hausarrest hofft die Militärregierung, den Zusammenbruch der maroden Wirtschaft noch einmal abwenden zu können. Seit die Generäle in Rangun den überwältigenden Wahlsieg von Suu Kyis Nationaler Liga für Demokratie im Jahre 1990 nicht anerkannten und Regimegegner verfolgen, haben die meisten westlichen Nationen fast alle wirtschaftlichen Kontakte zu dem südostasiatischen Land abgebrochen. Mitte April war die Landeswährung Kyat deshalb auf einen historischen Tiefstand abgesackt. Das Regime konnte nur noch mit Hilfe des Nachbarn China und dem Export von Drogen überleben. Wenn erst alle politischen Gefangenen freigelassen sind, sollen in einer Art Übergangsregierung von Suu Kyi und den Militärs politische und wirtschaftliche Reformen eingeleitet werden.