Beklagenswerter Zustand - DER SPIEGEL
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Briefe

Beklagenswerter Zustand
• aus DER SPIEGEL 49/2009
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Beklagenswerter Zustand

Nr. 47/2009, Lobbyismus: Wie das Hotelgewerbe die Mehrwertsteuer drückte

Hotellerie erhält Subventionen? Seit Einführung der Mehrwertsteuer gehört diese Branche durch den vollen Mehrwertsteuersatz zu den am meisten benachteiligten. Mit dem ermäßigten Steuersatz kann jeder auf der Straße essen. Für mich gehört auf jede Dienstleistung der ermäßigte Satz.

BREITENBRUNN (SACHSEN) JÖRG SAUPE

Da wir uns im Tourismus in einem absolut globalisierten Markt befinden, brauchen Gastronomie und Hotellerie Chancengerechtigkeit. Wir dürfen diesen lohnintensiven Bereich nicht immer weiter belasten. Warum darf für Zeitungen und Blumen ein Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent berechnet werden, während Feriengäste 19 Prozent Zuschlag zahlen müssen?

ALTHENGSTETT (BAD.-WÜRTT.) BEATE FAUSER TOURISMUSPOLITISCHE SPRECHERIN DER FDP-FRAKTION, LANDTAG BADEN-WÜRTTEMBERG

Viele Hotels in Deutschland sind in beklagenswertem Zustand, da das Geld für notwendige Renovierungen fehlt. Sie können versichert sein, dass die ersparten Steuern in Milliardeninvestitionen münden werden, die der Bauwirtschaft zugutekommen und Tausende Arbeitsplätze sichern oder schaffen werden. Selbst wenn ein Hotelier das Geld nicht in sein Haus investiert, würde er einschließlich der Gewerbesteuer mehr als die Hälfte wiederum als Steuern auf seinen erhöhten Gewinn abführen müssen.

WARIN (MECKL.-VORP.) MICHAEL KLUGE

Das ist nicht ein bisschen, das ist völlig gaga! Wenn die Gleichbehandlung von Speisen im Haus und nach draußen wenigstens eine teure Vereinfachung ist, dann ist die Siebenprozentregelung für Übernachtungen einfach nur riesiger Mist!

ESSLINGEN AM NECKAR (BAD.-WÜRTT.) THOMAS ALBRECHT

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