BERLIN-MANDATE.
•
aus
DER SPIEGEL 39/1965
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Bundespräsident Lübke will - gestützt auf ein positives Gutachten eines Staatsrechtslehrers - die Berliner Bundestagsabgeordneten bei dem Vorschlag des neuen Bundeskanzlers erstmals als vollgültige Stimmen mitbewerten. West-Berlin wird in den neuen Bundestag 15 Abgeordnete der SPD, sechs der CDU und einen der FDP entsenden. Die Berliner Bundestagsabgeordneten waren bislang aufgrund alliierter Vorbehalte im Bundestag nicht stimmberechtigt, haben aber seit 1954 bei der Bundespräsidentenwahl in der Bundesversammlung de facto volles Stimmrecht.