Bescheidene Existenz - DER SPIEGEL
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Briefe

Bescheidene Existenz
• aus DER SPIEGEL 24/1995
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Bescheidene Existenz

(Nr. 22/1995, Außenpolitik: Die Sudetendeutschen und die überfällige Versöhnung mit Prag)

Sie erwecken den Eindruck, als hätte es keine ordnungsgemäße Aussiedlung der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei gegeben. Die Aussiedlung, die ich 1946 als Achtjähriger erlebte, erfolgte zwar mit Lastwagen und Güterwaggons, verlief jedoch geregelt und nach einem festen Plan ohne Zwischenfälle. Lediglich die deutschen Aufseher im Sammellager haben sich durch Brutalität hervorgetan. *UNTERSCHRIFT:

Worms ADOLF K. TÖPFL

Leider nur eine westdeutsche Betrachtungsweise. Daß eine große Anzahl Sudetendeutscher, die nach Ostdeutschland vertrieben wurden, sich eine bescheidene Existenz ohne Lastenausgleich aufbauen mußten, erwähnen Sie bedauerlicherweise nicht. *UNTERSCHRIFT:

Berlin HEINZ WEINERT

Ich kann am Zusammenhalt der Sudetendeutschen nichts Negatives erkennen. Das Pfingsttreffen als »Thing« zu interpretieren, bestätigt eine zeitgemäße, anbiedernde »political correctness«, die sich als Wertungsbasis nicht empfiehlt. *UNTERSCHRIFT:

München WOLFGANG SCHLEGEL

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