Hausmitteilung »Bild« / Bosch / Art Directors Club / SPIEGEL WISSEN
Hülsen in Reichelts Büro
Foto: URBAN ZINTEL / DER SPIEGELUnter Chefredakteur Julian Reichelt, 37, ist »Bild« aggressiv wie lange nicht, und auch Reichelt selbst ist ständig im Kampfmodus. Auf Twitter zieht der frühere Kriegsreporter ins Gefecht gegen Russland, er wettert gegen die ARD und empört sich über alle, die ihn kritisieren. Wie viel davon ist Pose? Wie viel ist Überzeugung? Die SPIEGEL-Redakteure Isabell Hülsen und Alexander Kühn haben nach Antworten gesucht und näherten sich dem »Bild«-Chef über Monate. Sie begegneten dem Hardliner Reichelt, den es nicht kümmert, wenn er sich unbeliebt macht; aber sie entdeckten auch den Privatmann Reichelt, der Flüchtlinge nach Deutschland geholt hat. Doch so verbissen Reichelt oft wirkt, er hat dennoch Humor. Für Hülsens Besuch in der »Bild«-Redaktionskonferenz ließ er einen SPIEGEL-Buzzer bauen: Der kleine, rote Kasten brüllt auf Knopfdruck »Brandstifter, Brandstifter!« – eine Anspielung auf eine kritische SPIEGEL-Titelgeschichte über »Bild« 2011. zum Artikel
Die Robert Bosch GmbH, gegründet 1886, galt lange als Vorzeigeunternehmen der deutschen Wirtschaft, und dieses schmeichelhafte Image verdankte es einem Grundsatz seines Firmengründers: Robert Bosch verlor lieber Geld als Vertrauen. Für Mitglieder der jetzigen Firmenspitze scheint das jedoch nicht zu gelten. Schon 2015 ermittelte die Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen Mitarbeiter des Konzerns, die Ermittler gingen von Beihilfe im Dieselskandal aus. Nun legen interne Dokumente, die dem SPIEGEL vorliegen, nahe, dass Bosch möglicherweise eine viel größere Rolle gespielt hat, als Mitinitiator des weltweiten Betrugs an Umwelt, Behörden und Dieselkäufern. Frank Dohmen, Simon Hage und Martin Hesse beschreiben die riskante Doppelstrategie des Unternehmens ab zum Artikel
Jedes Jahr kürt der Art Directors Club für Deutschland die besten Arbeiten der Kommunikationsbranche. Der Club verleiht allerdings keine Oscars, sondern Nägel – goldene, silberne, bronzene. Während der Preisverleihung am Donnerstag in Hamburg wurde der Spiegel dreimal ausgezeichnet. In der Kategorie Magazin / Titelbild würdigte die Jury die Titelbilder mit Zeichnungen des Illustrator Edel Rodriguez mit einem silbernen Nagel. Ausgezeichnet wurde auch der Titel »Macht und Missbrauch«, und zwar mit einem bronzenen Nagel. In der Kategorie Editorial / Ausgabe erhielt das Heft »Die Lage der Nation« ebenfalls einen bronzenen Nagel.
Bewegung tut gut und hält gesund, aber vielen Menschen fällt es nicht leicht, sich auf Trab zu bringen. Die neue SPIEGEL-WISSEN-Ausgabe »Endlich fit!« erklärt, wie man ohne großen Aufwand mehr körperliche Aktivität im Alltag unterbringt. Das Heft beschreibt einfache, gut umsetzbare Strategien, sich selbst zu motivieren; in einem großen Check kann jeder herausfinden, welcher Bewegungstyp er ist. »Endlich fit!« liefert einen Überblick über die wichtigsten Fitnessketten und stellt ein erfolgreiches Konzept gegen Rückenschmerzen vor. Das Heft erscheint am Dienstag.