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Auf einer kleinen exklusiven Gesellschaft beim amerikanischen Hochkommissar James B. Conant skizzierte Bundeskanzler Konrad Adenauer unlängst zum erstenmal das Profil des zukünftigen deutschen Verteidigungsministers: Er brauche vom Militär nicht viel zu verstehen, sondern solle ein weltgewandter Herr sein, der mehrere Sprachen beherrscht und in der Diplomatie zu Hause ist. Seine Hauptaufgabe läge nicht im Aufbau der neuen deutschen Wehrmacht ("Dat besorjen schon die Unteroffiziere"), sondern darin, die Maschinerie der internationalen militärischen Verflechtungen in Gang zu halten, Mißverständnisse und Angstvorstellungen im Ausland auszuräumen und ein gutes Verhältnis zu den anderen EVG- oder Nato-Staaten zu pflegen, »ganz besonders natürlich zu Amerika«. Wörtlich: »Ich denke da an eine Mischung zwischen Herrn Abs und Herrn Pleven.« Die bisherigen rivalisierenden Verteidigungsminister - Aspiranten Theodor Blank und Franz - Josef Strauß kommen diesem Kanzler-Leitbild nicht sehr nahe.