»Bildschirm gesprengt« - DER SPIEGEL
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FERNSEHEN »Bildschirm gesprengt«

TV-Moderatorin Britta von Lojewski, 38, über den Erfolg ihres »Kochduells«, das am 22. Februar zum 1000. Mal auf Vox stattfindet
• aus DER SPIEGEL 6/2002
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SPIEGEL: Hans Meiser wollte bei seiner 1000. Talkshow auf einem Seil balancieren. Was werden wir zum Jubiläum von Ihnen sehen?

Lojewski: Ich werde nur was geschenkt bekommen, einen silbernen Flaschenstopfen, wo »1000 Jahre ...«, nee, Quatsch, »1000 Sendungen Kochduell« draufsteht.

SPIEGEL: Bei Ihnen tritt »Team Tomate« gegen »Team Paprika« an, die in 15 Minuten für je zehn Euro etwas brutzeln müssen. Wie kommt es, dass Sie mit dieser Art Billig-TV bei den Werberelevanten genauso erfolgreich sind wie Ihr kochender Kollege Alfred Biolek.

Lojewski: Die Show ist günstig produziert, aber nicht billig. Wir machen aus wenig viel, sind schnell, haben aber auch einen dankbareren Sendeplatz als »Bio«.

SPIEGEL: Sie probieren die Gerichte oft als Erste. Wurde Ihnen schon mal schlecht?

Lojewski: Es war nie richtig eklig. Ich probiere nicht immer, sonst hätte ich mittlerweile den Bildschirm gesprengt.

SPIEGEL: In Ihrer früheren Sendung »Nachts!« erörterten Sie Themen wie »Pornos selbst gemacht«, im »Kochduell« sehen Sie sich selbst als »Soßenbinder« - was verlangt mehr Geschick?

Lojewski: Das Kochen ist schwieriger, weil mehrere Personen gleichzeitig auftreten und ich nicht an einem einzelnen Thema sitze wie bei »Nachts!« ...

SPIEGEL: ... wo Sie eine Prostituierte zu Gast hatten, die sexuelle Praktiken eines FDP-Politikers offen legte, der angeblich ihr Kunde war. Zwei Tage später flogen Sie raus, die Sendung wurde gekippt.

Lojewski: Das war nicht gut vorbereitet. Heute würde ich zuerst nach den Belegen fragen. Das war mein Fehler.

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