42, Chef des Software-Riesen Microsoft, mußte sich von einem Computer-Laien schlagen lassen. Microsoft war auf Antrag des Justizministeriums von einem Gericht angewiesen worden, die jüngste Version von Windows 95 ohne den sonst mitgelieferten Internet Explorer anzubieten. Damit sollten auch andere Software-Firmen eine Marktchance für ihre Programme zum Navigieren im Internet erhalten. Doch Microsoft hatte die Anweisung mit der Behauptung zu kontern versucht, daß ihre neueste Version von Windows 95 nur zusammen mit dem mitgelieferten Internet Explorer störungsfrei funktioniert. Richter Thomas Jackson, der die Anweisung ausgesprochen hatte, machte sich vergangene Woche selbst daran, die Microsoft Behauptung zu überprüfen. Der Jurist besorgte sich einen Computer mit bereits installiertem Windows 95 inklusive Explorer. Jackson brauchte nur 90 Sekunden, dann hatte er das Explorer-Programm entfernt. Windows 95, freute sich Jackson, »arbeitete wunderbar«. »Mit wenigen Maus-Klicks«, so die »New York Times«, habe der Computer-Amateur in die Microsoft-Verteidigung »eine volle Salve gefeuert«.
Dieser Ausdruck wurde am 18.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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