KIRCHEN Bischof im Kreuzverhör
Katholische Kirche und Bundesverteidigungsministerium versuchen, den Eichstätter Militärbischof Walter Mixa vom peinlichen Vorwurf des Devisenschmuggels zu entlasten. Mixa war Ende Dezember auf dem Flughafen Skopje bei dem Versuch ertappt worden, 400 000 Mark aus Mazedonien nach Deutschland zu schaffen. Die Summe stammt aus Kollekten- und Spendengeldern und sollte auf Wunsch des Bischofs von Skopje, der das Bargeld seinem Kollegen in die Reisetasche gepackt hatte, von Mark in Euro umgetauscht werden. Mixa wurde penibel verhört und konnte erst am nächsten Tag seine Reise ohne Geld fortsetzen.
Damit der Verstoß gegen die mazedonischen Devisenbestimmungen nicht auf die Kfor-Truppe zurückfällt, wurde der Zwischenfall zunächst verschwiegen und soll nun zur »Privatangelegenheit des Bischofs von Eichstätt und seiner Partnergemeinde Skopje« erklärt werden, so der Berliner Militärgeneralvikar Walter Wakenhut. Das dürfte jedoch schwer werden: Mixa war als Militärbischof auf diversen Truppenbesuchen unterwegs und auch in einem Kfor-Fahrzeug zum Flughafen gekommen.