AUSLÄNDER Bleiberecht für Kosovo-Flüchtlinge?
Bürgerkriegsopfer aus dem Kosovo können jetzt auf ein Bleiberecht in Deutschland hoffen, wenn sie Arbeit haben. Während noch im vergangenen Jahr die Innenministerkonferenz mit Abschiebung drohte, ist die Stimmung in vielen Ländern umgeschlagen. »Was die Informatiker für die Computerbranche bedeuten, sind Kriegsflüchtlinge für die Gastronomie und den Mittelstand«, sagt jetzt Nordrhein-Westfalens Innenminister Fritz Behrens (SPD). Er setzt sich dafür ein, dass Flüchtlinge, die ihren Lebensunterhalt selbst verdienen, aus »humanitären Gründen und wirtschaftlicher Vernunft« eine Aufenthaltserlaubnis erhalten sollen. Viele Betriebe sind auf Mitarbeiter aus dem Kosovo angewiesen (SPIEGEL 38/2000). Am 19. Januar will Behrens in Berlin seine Länderkollegen für das neue Bleiberecht gewinnen.