Bob Dylan, - DER SPIEGEL
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Bob Dylan,

• aus DER SPIEGEL 43/1990
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49 (Foto), in die Jahre gekommenes amerikanisches Rockidol, hat die Fronten gewechselt. Der Musiker, der einst in markigen Vokabeln gegen Ausbeutung, Unterdrückung und vor allem gegen den Krieg ansang und sich mit dem Protestsong »Masters of War« (Herren des Krieges) als zentrale Figur der Anti-Vietnam-Bewegung etablierte, läßt sich nun von der Gegenseite feiern. Vorvergangene Woche gab der Ex-Protestler ein rauschendes Konzert zum 100. Geburtstag des früheren US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower. Keine Probleme hatte der Musiker mit dem Veranstaltungsort: Er sang in West Point, der Elite-Militärakademie, für seine Generation einstmals Symbol des verhaßten US-Militarismus. Amerikanische Linke wie der ehemalige Studenten-Aktivist Jeff Jones kommentieren Dylans Wende mit Zynismus: »Langsam wird er senil.«

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