Bobbies bewaffnen sich - DER SPIEGEL
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GROSSBRITANNIEN Bobbies bewaffnen sich

• aus DER SPIEGEL 45/2000
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Schutzpolizisten in Nottingham haben mit der bewährten Tradition gebrochen, dass Bobbies in der Regel nur mit einem Knüppel und Handschellen auf Streife gehen. Da in Nottingham nicht mehr der edle Robin Hood mit Pfeil und Bogen böse Reiche ausraubt, sondern Drogenhändler sich Feuergefechte liefern, stecken sich Polizisten neuerdings vor Patrouillengängen Pistolen des Typs Walther P 990 in den Holster. Bislang sorgen drakonische Gesetze - dank derer Besitzer illegaler Schusswaffen für Jahre ins Gefängnis wandern - dafür, dass viele Kriminelle lieber unbewaffnet ihrem Beruf nachgehen. Nicht zuletzt damit wird erklärt, dass die Mordrate in London nur knapp halb so hoch ist wie etwa in Berlin. Vor diesem Hintergrund ist die Bewaffnung der Bobbies umstritten. Das Londoner Innenministerium forderte jetzt einen Bericht von der Nottinghamer Polizei an, obwohl die seit ihrer Bewaffnung im Februar noch keinen einzigen Schuss abgefeuert hat.

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